Interview Julian Apfelbacher

 

Interview mit unserem Capitano Julian Apfelbacher

Luque: Jul, du bist nun das dritte Jahr in Folge vom Trainer zum ersten Spielführer des SC Mainsondheim bestimmt worden. Und das, obwohl du das Team letzte Saison verletzungsbedingt überwiegend neben dem Platz unterstützen konntest. Eine Bestätigung für deine Führungsqualitäten?

Jul: Die Wiederwahl als Kapitän dieser talentierten Mannschaft erfüllt mich natürlich mit Stolz. Letzte Saison habe ich aufgrund meiner schweren Verletzung versucht, die Geschicke rund um den Verein von außen zu unterstützen. Selbstverständlich möchte ich diese Saison der Mannschaft auch auf dem Platz wieder zum Erfolg verhelfen.

Luque: Ein kurzer Satz zu deinen beiden Vertretern Niki Doster und Dominik Martin?

Jul: Beide Kandidaten sind für mich persönlich eine sehr gute und nachvollziehbare Auswahl von Timo. Niki hat sich super integriert und übernahm auch letzte Saison in schwierigen Phasen Verantwortung. In meinen Augen ist er aufgrund seiner Qualität und der Leistungen in den letzten Spielzeiten ein unangefochtener Stammspieler der sich die Binde verdient hat. Domi Martin hat sich nach kurzer Eingewöhnungszeit super in Mainsondheim eingelebt. Er ist letzte Saison im Abstiegskampf zum Führungsspieler avanciert und hat sich mit konstanten Leistungssteigerungen diesen Posten in der Mannschaft durchaus verdient.

Luque: Der SCM kam gegen die U23 der Bayern aus Kitzingen nicht zu einem Punktgewinn. 1:2 hieß es am Ende nach einem hitzigen Spiel. Du selbst standest dabei noch nicht auf dem Feld. Wann können die Anhänger des SCM wieder mit einem aktiven Mitwirken ihres „Capitano’s! rechnen?

Jul: Natürlich wäre ich zum Saisonauftakt gerne dabei gewesen, aber ich möchte erstmal nichts überstürzen. Wenn alles so bleibt und ich weiter schmerzfrei mittrainieren kann, peile ich mein Comeback Ende September an.

Luque: Du konntest das Spiel vom Seitenrand aus verfolgen. Woran lag es an diesem Nachmittag deiner Meinung nach, dass der SCM die drei Punkte zum Auftakt nicht im Kesselring-Sportpark halten konnte?

Jul: Ich denke vor allem die Jungen in unserer Mannschaft haben deutlichen Respekt vor dem Gegner gezeigt. Für Marco, Maxi und Nicki war es das erste richtige Pflichtspiel in der ersten Mannschaft in der Kreisklasse. Allgemein haben uns aber die Lauffreudigkeit und die Kombinationssicherheit gefehlt, die uns in der Vorbereitung ausgezeichnet hat. In der zweiten Halbzeit waren wir nicht zwingend genug und haben wie gehemmt gespielt. Bayern Kitzingen hat nach zwei Standards jeweils zur Führung getroffen, war aber in meinen Augen nicht entscheidend stärker, als unsere Mannen.

Luque: Du hast von zu starkem Respekt gesprochen. Bayern Kitzingen ist als Aufsteiger sicherlich nicht DIE Mannschaft, vor der man am meisten Respekt haben muss dieses Jahr. Wie ist es zu schaffen, dass unsere jungen Spieler diesen übermäßigen Respekt ablegen und ihr volles Leistungsspektrum abrufen können?

Jul: Ich denke das gibt sich mit der Zeit. Wenn die Jungs erstmal die Sonntagsspiele in der ersten Mannschaft als Routine Programm „drin haben“, wird sich das legen, da bin ich sicher. Sie können alle zusammen guten Fußball spielen, alle haben ein großes Potenzial und können uns noch viel Freude bereiten.

Luque: Hat Coach Timo Katzenberger – auch rückblickend auf das Spiel – in deinen Augen die richtige Startformation für die Saison 2011/2012 ins Rennen geschickt?

Jul: Exakt so hätte ich die Mannschaft auch aufgestellt. Die Spieler, die von Beginn an ran durften, haben sich in der Vorbereitung in den Fokus gespielt und die Urlauber hat Coach Timo Katzenberger ebenbürtig kompensieren können. Für mich eine absolut nachvollziehbare Entscheidung.

Das Interview führte Christoph Lung.

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