Interview Marco Pfrang
Interview mit unserem Neuzugang Marco Pfrang
Lunge: Marco, du wechselst vom 1. FC Geesdorf an den Main nach Mainsondheim. Wie ist der Kontakt zu Mainsondheim entstanden?
Marco: Der Kontakt entstand über Dominik Schottorf. Er erfuhr, dass ich in Geesdorf unzufrieden bin und einen neuen Verein suche. Er meinte ich solle mal vorstellig werden und könne gerne mittrainieren. Das tat ich und ich fühlte mich sofort wohl.
Lunge: Nach eigenen Angaben fühlst du dich im defensiven Mittelfeldbereich am wohlsten. Welche Stärken unterstreichen deiner Meinung nach die Aufstellung auf dieser Position?
Marco: Ich fühle mich im defensiven Mittelfeld sehr wohl, weil ich von dort meine Übersicht ausspielen, das Spiel ein wenig ordnen und Zweikämpfe bestreiten kann. Andererseits habe ich im letzten Jahr auch sehr häufig auf der Außenbahn gespielt, wo ich mich auch sehr wohl fühle und meine Schnelligkeit ausspielen kann. Grundsätzlich spiele ich aber überall da, wo mich der Trainer aufstellt.
Lunge: Mit deinen 26 Jahren gehörst du nächstes Jahr zu der erfahrenen Abteilung des SCM. Coach Timo Katzenberger hatte letzte Saison mehrfach kritisiert, dass auf dem Platz zu wenig gesprochen bzw. angeführt wird. Bist du ein Führungsspieler?
Marco: Ich denke, ohne arrogant zu sein, dass ich ein Führungsspieler werden kann. Natürlich wird das im ersten Jahr schwierig sein, weil ein Führungsspieler das Team einfach perfekt kennen muss. Deshalb werde ich auch bei den Trainings ab und an vorbeischauen um das Team kennen zu lernen. Ich bin ein Mensch, der die Leute motiviert und ihnen gut zuredet und nicht mehr von den anderen verlangt, als was ich von mir verlange. Und ich denke, ich kann es schaffen. Aber Ziel muss es sein, erstmal anzukommen und fit zu werden.
Lunge: Der SCM konnte letztes Jahr erst auf den letzten Drücker den Klassenerhalt sichern. Welche Ambitionen hast du persönlich mit der Mannschaft für die Saison 2011/2012?
Marco: Ich persönlich möchte nicht solange gegen den Abstieg spielen. Man wird sehen, ob das möglich ist. Generell glaube ich, dass es zu schaffen ist. Aber wichtig ist, dass sich ein Team entwickelt, das immer zusammenhält und dann machen wir das.
Lunge: Du wurdest kürzlich an der Wirbelsäule operiert und fällst somit für die gesamte Vorbereitung aus. Wie ist dein persönlicher Anspruch für die kommende Spielzeit an dich selbst und wirst du trotz des gewaltigen Trainingsrückstandes den Sprung in den Kader der 1. Mannschaft schaffen?
Marco: Ja die OP war leider notwendig, da ich seit 2 Jahren ständig Schmerzen hatte. In Geesdorf habe ich mit diesen Schmerzen gespielt und es war am Ende nicht mehr möglich zu spielen, da die Schmerzen überwogen haben, also hab ich mich zu dem Eingriff entschlossen. Ich hoffe, dass ich schnell fit werde. Ich denke, dass ich da die Unterstützung vom Verein habe. Die Physiotherapie hat mittlerweile begonnen und ab September greif ich ein. Ich geh ins Fitnessstudio um wieder auf ein gutes Niveau zu kommen. Mein Ziel ist es in der Hinrunde durch Kurzeinsätze und im Training zu zeigen, was ich kann, um dem Team zu helfen. In der Rückrunde ist es mein Ziel, Stammspieler zu werden. Deshalb bin ich nach Mainsondheim gekommen, denn auf der Bank war ich bei meinem alten Verein auch. Und ich will spielen! Ich hoffe wie gesagt, dass ich dem Team helfen kann und mich das Team unterstützt und gut aufnimmt.
Das Interview führte Christoph Lung.