Interview Nicolas Doster

Interview Nicki Doster

Lunge: Niki, zunächst noch einmal Glückwunsch zu der Geburt deiner Tochter Nia. Du warst letztes Jahr Torschützenkönig beim SCM und gleichzeitig in den TOP3 der klasseninternen Liste. Das alles, obwohl der SC Mainsondheim bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt bangen musste. Was nimmst du aus der letzten Saison mit?

Nicky: In der letzten Saison bin ich richtig in Mainsondheim angekommen. Ich habe einige Zeit gebraucht, aber jetzt bin ich voll da! Die Mannschaft ist definitiv kreisklassenfähig und in einigen Jahren können wir sicherlich – wenn die Mannschaft zusammenbleibt – den Blick auf die Kreisliga richten. Persönlich möchte ich fit bleiben und weiter Tore schießen, wie es mir im Moment sehr gut gelingt.

Lunge: Du bist für die kommende Spielzeit in den Stab der Kapitäne aufgenommen worden – sicherlich auch, weil du dieses Jahr zu den erfahrenen Feldspielern gehörst. Insgeheim warst du neben Alf Gassner schon letztes Jahr ein Leitwolf im Abstiegskampf. Was wird sich – abgesehen von der optischen Veränderung mit der Binde am Arm – gegenüber deinem Führungsstil zu letztem Jahr ändern?

Nicky: Letztes Jahr habe ich aus der Emotion heraus oftmals die falschen Worte auf dem Spielfeld getroffen, das werde ich jetzt verbessern. Ich möchte die Truppe anführen und jeden individuell anpacken und gleichzeitig antreiben.

Lunge: Ein kurzes Wort zu Julian Apfelbacher und Domi Martin, die den Kreis der Kapitäne, die von Coach Katzenberger bestimmt wurden, komplettieren.

Nicky: Jul ist zweifelsohne das Aushängeschild des SCM – Herz und Seele des ganzen Vereins. Wenn er einmal fehlt, fehlt auch in der Organisation etwas. Sportlich gesehen wünsche ich ihm, dass er fit wird und uns helfen kann.

Domi Martin hat einen riesen Sprung in seiner Entwicklung gemacht. Anfangs war er immer sehr nervös, jetzt ist er ein sicherer Abwehrspieler der seine Mitspieler anführt.

Lunge: Der Sportclub Mainsondheim steht nach den ersten fünf Spieltagen mit sieben Punkten da. Öffentlich ist wieder der Klassenerhalt als erstes Ziel ausgeschrieben, doch insgeheim hofft man beim SCM doch auf einen sicheren Mittelfeldplatz mit Blick nach Oben. Was ist deine realistische Einschätzung?

Nicky: Ein sicherer Mittelfeldplatz ist dieses Jahr, denke ich, ein realistisches Ziel. Wir sind in der Breite gut besetzt und können Verletzungen kompensieren. An der Reife mangelt es noch etwas, wir haben eine junge Mannschaft, der in der einen oder anderen Situation einfach noch die Routine fehlt. Wir sollten uns schnell aus dem Abstiegskampf verabschieden, um dem endlosen Zittern aus der letzten Saison zu entgehen.

Lunge: Der totale Fehlstart ist soeben abgewandt worden - gegen Sommerhausen gab’s ein 4:3 zu Hause. Woran lag’ s, dass die Truppe so schwer in die Runde gekommen ist?

Nicky: Wir machen uns das Leben selbst immer schwer. Das Potenzial ist gigantisch, doch an der Einstellung hapert er bei manchen noch etwas. Da ist dann alles andere im Kopf, aber kein Fußball. Wir haben die Gegner meist selbst durch unsere mangelnde Konzentration stark gemacht, weil wir mit dem Kopf bei privaten Sorgen, im Urlaub oder sonstigem waren.

Lunge: Stell dir vor der Coach gibt am Sonntagnachmittag die Aufstellung bekannt und du findest dich auf der Position des Liberos – auf der du in SCM schon einmal sehr erfolgreich gespielt hast – wieder. Wie reagierst du?

Nicky: Ich wäre sicherlich sehr überrascht, weil ich momentan meine Tore mache. Selbstverständlich würde ich die Position allerdings bekleiden, denn ich möchte der Mannschaft immer helfen, egal, wie der Coach mich einsetzt. Das Gespräch mit dem Trainer würde ich danach aber trotzdem suchen, um wieder in den Sturm zu kommen.

Das Interview führte C. Lung.

Joomla templates by a4joomla